Das Videos das derzeit angesagteste Format in Punkto Selbstdarstellung sind, ist kein Geheimnis mehr. Was allerdings für die allermeisten Menschen trotzdem geheimnisvoll bleibt, ist die lockere Art mit der sich manche Kollegen im World Wide Web vor der Kamera präsentieren.

Wir kennen das alle: Wir sollen vor der Kamera was sagen und plötzlich sprudelt nichts mehr aus einem heraus.

Da ist nur noch Stille und latente Ratlosigkeit. Das nennt man Kameraangst und davon ist wahrscheinlich jeder mehr oder weniger betroffen denn die Situation vor der Linse ist eine uns eher unbekannte und Fremde Situation.

Besser flüssig vor der Kamera sprechen

Steffen Rosenberger, Stimm- und Rhetoriktrainer
besser-vor-kamera-sprechen
Bastian Pfaff, Gründer und Geschäftsführer von SAYSW beim Kameratraining.

Außerdem antwortet das dumme Ding bei persönlicher Ansprache einfach nicht! So ein Mist.

Erfolgreich mit Online-Marketing Videos ohne die Angst vor der Kamera

Aber Rettung ist in Sicht…! Nervös vor der Kamera war gestern, hier kommen konkrete Tipps, wie sich das wirkungsvoll verhindern lässt.

Tipp1: Nicht einfach ohne Plan davor stellen

Ok – zugegebenermaßen machen genau das da draußen viele Menschen aber die meisten kommen auch nicht sonderlich professionell rüber. Bei einer Unternehmensvorstellung erwartet man in gewissen Branchen sicherlich etwas weniger Spontanität und dafür etwas mehr Professionalität. Vor allem wenn man zu den Leuten gehört, die doch eher nicht so locker vor der Kamera sind, dann sollte man sich gut vorbereiten.

Ein guter Plan gibt dir Sicherheit und nimmt dir die Angst von der Kamera.

Es muss an der Stelle nicht ein Text sein, der Wort für Wort abgelesen wird aber es sollte dennoch einen roten Faden mit einem konkreten Ziel geben. Wem es hilft, Dinge im Nachrichtenformat zu besprechen, der kann sich bei Texten mit einem Telepromter behelfen.

Die gibt’s mittlerweile schon als App für beispielsweise ein Tablet, das dann hinter der Kamera steht. Das geht natürlich auch für Stichpunkte, die man sich als Gedankenstütze während des Freisprechens anzeigen lassen will. Und vermutlich möchte man ja mit dem Video ja etwas konkretes erreichen, die Handlungsaufforderung darf daher nicht fehlen!

Call To Action - die Handlungsaufforderung als Appell
Call To Action – die Handlungsaufforderung als Appell

Eine Anmerkung am Rande: Wenn man Menschen sagt, was sie tun sollen, kommt man sich absolut immer etwas blöd vor. Davon darf man sich nicht beeindrucken lassen.

Es klingt unglaublich aber Menschen wollen gesagt bekommen, was sie tun sollen. Die Handlungsaufforderung ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Message im Video.

Tipp 2: Was soll es werden?

Je nachdem, ob es sich bei der Aufnahme um ein Imagevideo, einen Video Avatar, ein klassisches YouTube Video, ein Imagefilm oder ein Website Video handeln soll, müssen die Ansprachen und auch Kamera-Voreinstellungen durchdacht werden.

Die besten Imagefilme lassen sich oft durch Outtakes erstellen.

Das gilt auch für die Audio Einstellungen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man in einem geschlossenen Raum, draußen in der Natur oder in der Stadt filmt. Am besten testet man die Qualität der Aufnahme vor Erstellung des richtigen Videos und passt den eigenen Handlungs- und Sprachstil an.

Die Kamerafrau bzw. der Kameramann spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vernünftige Videos allein zu erstellen geht nur bedingt und auch nur, wenn man sich nicht bewegt.

Durch die persönliche Ansprache wird ein Erklärvideo schnell zum Vorstellungsvideo.

Dynamisch sehen Videos mit Bewegung natürlich immer aus, der personelle Aufwand steigt damit allerdings an.

Wenn man das Glück hat, einen Kameramenschen zu finden, der Erfahrung hat und einem auch noch sagen kann, was gut aussieht und was nicht, darf sich freuen!

Tipp 3: Üben!

Es ist nie mit nur einer Aufnahme getan und es ist nie der erste Versuch der gelingt. Und weil das so klar ist, liegt der Schluss nahe, die eigene Präsentation einfach zu üben. Am besten eignen sich dafür ein Spiegel und die Kamera.

Im Spiegel kann man sich selbst überprüfen, vor der Kamera gewöhnt man sich an die Anwesenheit der selbigen.

Ein weiterer Vorteil des Übens ist die Tatsache, dass man sich den Text merken kann. Wenn man jemanden hat, der einem Feedback zur vollbrachten Leistung gibt, ist das absolut wertvoll und sollte genutzt werden!

Richtig professionell…!

Wer sich trotz guter Vorbereitung und Planung schwer tut, sein Video Vorhaben aber unter keinen Umständen aufgeben will, kann sich natürlich auch professionelle Hilfe holen.

Es gibt Coachings für Auftritte vor der Kamera und es gibt auch die Möglichkeit, sich schauspielerisch ausbilden zu lassen. Das geht mittlerweile nicht mehr nur an professionellen Akademien sondern auch bei diversen Coaching Agenturen.

Diese Trainings sind für Menschen die einen sehr professionellen Auftritt hinlegen wollen absolut förderlich.

Training lohnt sich übrigens nicht nur in Puncto Kamerasprechen sondern auch in Bezug auf Präsentationen. Letztlich ist die Präsentation vor der Kamera ja auch nur eine Präsentation.

Besonders förderlich sind die kleinen Skills im Themenbereich Atmung und Stimme. Mit kleinen Veränderungen kann man vor der Kamera manchmal schon viel erreichen.

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